Un(n)a Festa Italiana

Seit immerhin schon 30 Jahren gibt es jetzt das italienische Fest in Unna. Und immer wenn Daniela und ich es besucht haben, war auch das Wetter italienisch sonnig.

Wer sich in Ruhe die Stände mit den italienischen Spezialitäten anschauen und vielleicht etwas mitnehmen will, der sollte nicht zu spät kommen. Denn gegen Abend wird es richtig voll. Denn so etwas wie die 400.000 bunten Lichter der „Illuminazione“ bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Wobei ich in der Menge abends tatsächlich eine Stimme hörte, die sich über die Farbkombination der Lichter beschwerte und etwas dezenteres erwartet hatte. Aber mal ganz ehrlich: fröhlich bunt passt doch zu so einem Fest viel besser.

DLV-Laufabzeichen

Vor ein paar Jahren sind Daniela und ich noch mehr gelaufen – zum Beispiel rund um die Talsperren in der Nähe von Lüdenscheid. Aber in der letzten Zeit wurde es immer weniger, bis nur noch ein paar Minuten in der Woche übrig waren.
laufabzeichen

Da traf es sich sehr gut, dass wir zufällig Franz Wiemann vom Laufteam Unna im Spatz und Wal trafen. Daniela kannte ihn noch von ihrer eigenen Zeit im Verein und er motivierte erst sie (und sie dann mich) am Anfängerkurs teilzunehmen.

Am 6. März ging es dann gemächlich los und steigerte sich, bis wir heute die 60 Minuten am Stück gelaufen sind, die für das Laufabzeichen Voraussetzung sind.

Es hat viel mehr Spaß gemacht, als ich ursprünglich dachte. Und ich habe für mich festgestellt, dass Sport im Verein tatsächlich eine feine Sache ist.

Groningen und Fort Bourtange

Ein paar Tage in Groningen und zum Schluss ein Besuch im Fort Bourtagne, von dem aus um 1600 herum die einzige Straße von Deutschland nach Groningen kontrolliert wurde.

Die Innenstadt von Groningen ist erfreulicherweise autofrei und wird nur von Fußgängern und Radfahrern bevölkert. Das sind zwar weniger Radfahrer als z.B. in Leiden oder Münster, aber immer noch ziemlich viele. Was es aber fast noch mehr als Radfahrer dort gibt sind Winkels. Zwar ist winkelen nicht so meine bevorzugte Freizeitbeschäftigung, aber neben anderen Sachen haben wir jetzt auch eine schöne neue Lampe im Schlafzimmer 😉

Meine persönlichen Favoriten in der Stadt waren das Art Nouveau Cafe im Noorderplantsoen und der im Renaissancestil angelegten Prinsentuin. Und natürlich die Cafes und Eetcafes.

Norderney

Es hat sich einiges getan auf Norderney, jedenfalls im Vergleich zu 2006, als wir das letzte Mal auf der Insel waren.

Das Wetter war ähnlich gemischt wie damals (also Regen und Sonne), aber in der Gastronomie und bei den Unterkünften hat sich einiges gewandelt. Es gibt zwar noch eine Reihe von angestaubten Angeboten, aber vieles hat inzwischen schon ein sehr schöne Ambiente. Zum Beispiel das renovierte Kurhaus, das hier Conversationshaus heißt. Für uns ist Norderney ab jetzt die erste Wahl unter den Nordseeinseln: für uns sehr gut zu erreichen, das Auto kann man auf dem Festland stehen lassen und kann einfach relaxen.

Übrigens: die Fotos sind diesmal alle von Daniela :-)

Ria Formosa

11 Tage Portugal. Da wir eine sehr schöne Unterkunft in der Nähe von Olhão hatten, waren wir meistens in der Gegend des Naturreservats Ria Formosa unterwegs. Das ist eine Lagune, die sich etwa von Faro fast bis zur spanischen Grenze erstreckt. Die Gezeiten geben ihren Inseln und Halbinseln ständig ein neues Gesicht.

Von den vielen Dingen, die man dort tun kann, habe ich mal drei Sachen herausgegriffen, die ich für besonders lohnenswert halte (auf die ersten beiden davon haben uns unsere netten Gastgeber hingewiesen und der dritte Punkt war mit ein Grund im April an die Algarve zu fliegen.

Cacelas Velha besuchen: Eigentlich ist es kein Ort, sondern ein kleine Festung, eine Kirche und ein paar Häuser. Aber da sie erhöht liegen, hat man einen sehr guten Blick auf die Lagune.

Mit der Fähre nach Culatra fahren: Es dauert eine gute halbe Stunde auf der gemächlich tuckernden Fähre, bis man den Weg von Olhão nach Culatra – dem östlichen Ort auf einer kleinen Insel zwischen Olhão und Faro – zurückgelegt hat. Das ist der Beginn einer schönen Entschleunigung, denn auf der Insel leben nicht viele Menschen und es gibt nur Fußwege. Den sollte man dann auch nehmen. Erst als Holzsteg auf die Südseite und dann entlang des Strands nach Farol, dem zweiten Ort. Der Spaziergang dauert etwa eine Stunde und lässt sich gut durch ein Sonnenbad unterbrechen. Zumindestens in der Nebensaison wird der nächste Mensch, der am Strand sitzt und auf das Meer blickt, mindestens 100 Meter entfernt sein. Also keine Spur von Überfüllung. In Farol ist es empfehlenswert noch ein Getränk im marAmais zu sich zu nehmen, bevor es mit der Fähre ab dem dortigen Hafen wieder zurück geht. Je nach Sichtweise heißt die Insel übrigens Ilha do Farol oder Ilha da Culatra.

In Faro oder Olhão nach oben schauen: Jedenfalls im April, denn da sind die Störche mit Nestbau und Brüten beschäftigt. Man sieht sie in ihren Nestern hocken, auf den höchsten Punkten stehen, durch die Gegend laufen und natürlich auf fliegen.

Vor Ort trafen wir noch auf ein Rätsel, das wir nicht lösen konnten: Warum ist Sonnencreme in Portugal so teuer? Und warum führen die portugiesischen Filialen der deutschen Discounterketten keine Sonnencreme? Falls das jemand weiß, so mag er doch bitte einen erhellenden Kommentar hinterlassen.