Der Hortus Botanicus in Leiden

Wir sind an diesem Wochenende noch einmal nach Leiden zurückgekehrt, denn schon im Februar hatten wir beschlossen uns bei nächster Gelegenheit den botanischen Garten dort anzuschauen.

Aber zuerst zog es uns bei gutem Wetter und Windstille an den Strand in Noordwijk. Chillen im Branding mit den Füßen im Sand, dem Blick auf die abendliche Nordsee und einem leeker biertje auf dem Holztisch.

Am nächsten Tag mussten wir dann spontan umdisponieren: Orkanartige Böen und heftiger Regen machten den Aufenthalt unter freiem Himmel eher unangenehm. Also besuchten wir das Museum De Lakenhal. Es war mal das Gewandhaus der Tuchmacher und besitzt heute eine schöne Sammlung von Gemälden des „goldenen Zeitalters“ und der Leidseplein fijnschilders. Es ist unglaublich, wie perfekt im 17. Jahrhundert gemalt wurde. Allein sich einmal die gemalten Samtroben aus der Nähe anzuschauen, ist beeindruckend. Bei vielen Bilder, besonders den fijnschilders, hat man das Gefühl, dass sie nicht mit einem Pinsel, sondern mit einem einzelnen Haar gemalt wurden.

Der Sonntag verwöhnte und glücklicherweise mit Sonnenschein. Also ab in den Hortus Botanicus. Er wird dieses Jahr 425 Jahre alt und ist damit einer der ältesten botanischen Gärten Europas. Ursprünglich war er für die medizinische Fakultät angelegt worden, da damals die Ärzte ihre Heilkräuter oft noch selber anbauten. Aber von Anfang an war er auch der Öffentlichkeit zugänglich.
Die alten Beete existieren im rekonstruierten Clusiusgarten immer noch in ihrer strengen Ordnung, aber im Laufe der Jahrhunderte ist der Garten um einige Gewächshäuser und interessante weitere Gärten erweitert worden. Auf dem Gelände befindet sich sogar ein Observatorium.

Und als typisch niederländische Besonderheit grenzt er auch noch an eine Gracht.

Un(n)a Festa Italiana

Seit immerhin schon 30 Jahren gibt es jetzt das italienische Fest in Unna. Und immer wenn Daniela und ich es besucht haben, war auch das Wetter italienisch sonnig.

Wer sich in Ruhe die Stände mit den italienischen Spezialitäten anschauen und vielleicht etwas mitnehmen will, der sollte nicht zu spät kommen. Denn gegen Abend wird es richtig voll. Denn so etwas wie die 400.000 bunten Lichter der „Illuminazione“ bekommt man nicht alle Tage zu sehen. Wobei ich in der Menge abends tatsächlich eine Stimme hörte, die sich über die Farbkombination der Lichter beschwerte und etwas dezenteres erwartet hatte. Aber mal ganz ehrlich: fröhlich bunt passt doch zu so einem Fest viel besser.

DLV-Laufabzeichen

Vor ein paar Jahren sind Daniela und ich noch mehr gelaufen – zum Beispiel rund um die Talsperren in der Nähe von Lüdenscheid. Aber in der letzten Zeit wurde es immer weniger, bis nur noch ein paar Minuten in der Woche übrig waren.
laufabzeichen

Da traf es sich sehr gut, dass wir zufällig Franz Wiemann vom Laufteam Unna im Spatz und Wal trafen. Daniela kannte ihn noch von ihrer eigenen Zeit im Verein und er motivierte erst sie (und sie dann mich) am Anfängerkurs teilzunehmen.

Am 6. März ging es dann gemächlich los und steigerte sich, bis wir heute die 60 Minuten am Stück gelaufen sind, die für das Laufabzeichen Voraussetzung sind.

Es hat viel mehr Spaß gemacht, als ich ursprünglich dachte. Und ich habe für mich festgestellt, dass Sport im Verein tatsächlich eine feine Sache ist.

Groningen und Fort Bourtange

Ein paar Tage in Groningen und zum Schluss ein Besuch im Fort Bourtagne, von dem aus um 1600 herum die einzige Straße von Deutschland nach Groningen kontrolliert wurde.

Die Innenstadt von Groningen ist erfreulicherweise autofrei und wird nur von Fußgängern und Radfahrern bevölkert. Das sind zwar weniger Radfahrer als z.B. in Leiden oder Münster, aber immer noch ziemlich viele. Was es aber fast noch mehr als Radfahrer dort gibt sind Winkels. Zwar ist winkelen nicht so meine bevorzugte Freizeitbeschäftigung, aber neben anderen Sachen haben wir jetzt auch eine schöne neue Lampe im Schlafzimmer ;-)

Meine persönlichen Favoriten in der Stadt waren das Art Nouveau Cafe im Noorderplantsoen und der im Renaissancestil angelegten Prinsentuin. Und natürlich die Cafes und Eetcafes.