Norderney

Es hat sich einiges getan auf Norderney, jedenfalls im Vergleich zu 2006, als wir das letzte Mal auf der Insel waren.

Das Wetter war ähnlich gemischt wie damals (also Regen und Sonne), aber in der Gastronomie und bei den Unterkünften hat sich einiges gewandelt. Es gibt zwar noch eine Reihe von angestaubten Angeboten, aber vieles hat inzwischen schon ein sehr schöne Ambiente. Zum Beispiel das renovierte Kurhaus, das hier Conversationshaus heißt. Für uns ist Norderney ab jetzt die erste Wahl unter den Nordseeinseln: für uns sehr gut zu erreichen, das Auto kann man auf dem Festland stehen lassen und kann einfach relaxen.

Übrigens: die Fotos sind diesmal alle von Daniela :-)

Ria Formosa

11 Tage Portugal. Da wir eine sehr schöne Unterkunft in der Nähe von Olhão hatten, waren wir meistens in der Gegend des Naturreservats Ria Formosa unterwegs. Das ist eine Lagune, die sich etwa von Faro fast bis zur spanischen Grenze erstreckt. Die Gezeiten geben ihren Inseln und Halbinseln ständig ein neues Gesicht.

Von den vielen Dingen, die man dort tun kann, habe ich mal drei Sachen herausgegriffen, die ich für besonders lohnenswert halte (auf die ersten beiden davon haben uns unsere netten Gastgeber hingewiesen und der dritte Punkt war mit ein Grund im April an die Algarve zu fliegen.

Cacelas Velha besuchen: Eigentlich ist es kein Ort, sondern ein kleine Festung, eine Kirche und ein paar Häuser. Aber da sie erhöht liegen, hat man einen sehr guten Blick auf die Lagune.

Mit der Fähre nach Culatra fahren: Es dauert eine gute halbe Stunde auf der gemächlich tuckernden Fähre, bis man den Weg von Olhão nach Culatra – dem östlichen Ort auf einer kleinen Insel zwischen Olhão und Faro – zurückgelegt hat. Das ist der Beginn einer schönen Entschleunigung, denn auf der Insel leben nicht viele Menschen und es gibt nur Fußwege. Den sollte man dann auch nehmen. Erst als Holzsteg auf die Südseite und dann entlang des Strands nach Farol, dem zweiten Ort. Der Spaziergang dauert etwa eine Stunde und lässt sich gut durch ein Sonnenbad unterbrechen. Zumindestens in der Nebensaison wird der nächste Mensch, der am Strand sitzt und auf das Meer blickt, mindestens 100 Meter entfernt sein. Also keine Spur von Überfüllung. In Farol ist es empfehlenswert noch ein Getränk im marAmais zu sich zu nehmen, bevor es mit der Fähre ab dem dortigen Hafen wieder zurück geht. Je nach Sichtweise heißt die Insel übrigens Ilha do Farol oder Ilha da Culatra.

In Faro oder Olhão nach oben schauen: Jedenfalls im April, denn da sind die Störche mit Nestbau und Brüten beschäftigt. Man sieht sie in ihren Nestern hocken, auf den höchsten Punkten stehen, durch die Gegend laufen und natürlich auf fliegen.

Vor Ort trafen wir noch auf ein Rätsel, das wir nicht lösen konnten: Warum ist Sonnencreme in Portugal so teuer? Und warum führen die portugiesischen Filialen der deutschen Discounterketten keine Sonnencreme? Falls das jemand weiß, so mag er doch bitte einen erhellenden Kommentar hinterlassen.

Nordkirchen

Es war überraschend lange her, dass wir Schloss Nordkirchen besucht haben. Aber diesmal waren wir nicht nur am Schloss, sondern auch im Ort. Zum Kaffeetrinken im Schlaun Cafe (Tipp: Dank der eigenen Konditorei ist der Kuchen dort hervorragend). Außerdem gibt es ein gut ausgebautes Netz von Wanderwegen durch die verschiedenen Naturschutzgebiete. Wir haben uns mal den Fledermaus-Rundweg angeschaut.

Als Heiratskulisse ist das Schloss offensichtlich immer noch sehr beliebt.